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Schweizer Botschafter: Das Leben im Iran ist eine großartige Erfahrung
Markus Leitner, der Schweizer Botschafter in Teheran, besuchte die internationale Tourismus- und Kunsthandwerksmesse in Teheran. „Die Iraner sind so gastfreundlich, das war das Erste, was ich von den Schweizer Touristen hörte, die von diesen Eigenschaften beeindruckt waren“, sagte Leitner.
Nachfolgend das Interview des Ministeriums für Kulturerbe, Tourismus und Kunsthandwerk (CTHN) mit dem Schweizer Botschafter:
Kann die Interaktion Irans mit Ländern wie der Schweiz Irans Stellung im internationalen Tourismus verbessern?
Generell denke ich, dass Tourismus eine hervorragende Möglichkeit ist, Verbindungen zwischen Ländern herzustellen, denn die Reisenden sammeln direkte Erfahrungen vor Ort. Dadurch können sie sich selbst ein Bild von dem machen, was sie in den Nachrichten gehört haben, und gewinnen neue Perspektiven. Daher ist es sehr gut, die Beziehungen und die Zusammenarbeit in der Tourismusbranche auszubauen.
Beeinflussen Propagandamaßnahmen die iranische Tourismusbranche?
Ich mag dieses Wort nicht besonders. Tourismus ist eine gute Möglichkeit für Menschen, sich selbst zu betrachten. Man vertraut den Medien nicht immer, daher ist Tourismus eine geeignete Möglichkeit, sich selbst ein Bild zu machen, die gesehenen Bilder und gehörten Nachrichten zu überprüfen. Tourismus hat also durchaus seine guten Seiten.
Wie ist die Schweizer Sichtweise auf den Iran?
Ich denke, sie kennen den Iran sehr gut, sie kennen seine Geschichte und die Bedeutung des Landes als Regionalmacht. Wir pflegen seit jeher gute Beziehungen zum Iran, daher können wir aus dieser Perspektive das 100-jährige Bestehen unserer diplomatischen Präsenz im Iran feiern.
Die Schweizer sind bekanntlich aufmerksam und entdecken immer mehr, wenn sie etwas sehen. Sie sind neugierig und reisen gern, und der Iran bietet ihnen viele interessante Aspekte. Sie beginnen mit dem kulturellen Erbe und erkunden dann weitere Sehenswürdigkeiten. Es gibt also noch viel mehr zu sehen und zahlreiche Tourismusformen, wie zum Beispiel Naturtourismus, der noch nicht sehr gut entwickelt ist und daher noch großes Potenzial birgt.
Touristen beginnen ihre Reise mit dem sehr gut erhaltenen kulturellen Erbe und den Menschen vor allem mit den Iranern. Besonders beeindruckt sind die Schweizer vom Kontakt mit ihnen. Sie empfinden die Iraner als sehr gastfreundlich; das war das Erste, was ich von Schweizer Touristen hörte, die von diesen Eigenschaften begeistert waren.
Wie beurteilen Sie die iranische Tourismusbranche im Hinblick auf Sanktionen und politische Probleme?
Wenn man nach Iran reisen möchte, geht es nicht um Sanktionen oder nicht. Ehrlich gesagt, denken die Menschen an ihre Sicherheit, das ist für sie entscheidend, nicht die Sanktionen.
Glauben Sie, dass Ausstellungen wie diese ein sinnvoller Schritt zur globalen Ausweitung des Tourismus sein können?
Das ist zweifellos eine gute Möglichkeit, die Tourismusbranche bei potenziellen Iran-Reisenden zu bewerben. Es bietet zudem zwei Vorteile: Zum einen ermöglicht es, sich unter Fachleuten zu präsentieren, die sich über Trends und Zukunftsperspektiven im Tourismus austauschen, und zum anderen bietet es Reisenden, die neugierig sind, was ihnen geboten wird, eine Plattform.
Ich finde, der Tourismus ist eine großartige Branche mit vielen Facetten. Er ist viel mehr als der Verkauf eines einzelnen Produkts; er ist ein ganzheitliches Erlebnis, das Reisende durch ihren Aufenthalt an einem Ort und die in Anspruch genommenen Dienstleistungen sammeln. Die Auswirkungen des Tourismus auf die Wirtschaft sind enorm, meist größer als in den Statistiken dargestellt. Ich denke, für die iranische Wirtschaft sind Ausstellungen wie diese sehr positiv.
Haben Sie jemals eine der historischen Stätten Irans besucht?
Wir sind viel gereist und werden das auch weiterhin tun. Wir haben zwar nicht viele Orte besucht, aber doch schon einiges gesehen. Wir begannen mit den Orten, die alle internationalen Touristen besuchen, wie Shiraz, Isfahan und Persepolis. Wir lieben es, verschiedene Orte zu entdecken.
Wie stehen Sie zu Irans Kunsthandwerk?
Sie sind wunderschön, und wenn wir wieder hinfahren, nehmen wir immer Kunsthandwerk als Souvenirs oder Geschenke mit nach Hause.
Meine Familie lebt hier oder besucht uns regelmäßig, und wir finden, dass es eine tolle Erfahrung ist, im Iran zu leben.
